MBO - Berufsorientierung über den Schulhof hinaus

Nach den Inputtagen im Oktober 2025, bei denen unsere SchülerInnen erste Ideen für ihr 17-Ziele-Praktikum entwickelten, ging es im neuen Jahr direkt in die heiße Phase: Ende Januar/Anfang Februar präsentierten die Teams ihre Projekte in Pitches – unterstützt von externen Jurymitgliedern des Forchheimer Zukunftshauses. Die besten Konzepte wurden auf der MBO-Abschlussveranstaltung im März, die traditionell nach der Betriebspraktikumswoche stattfindet, prämiert.

 

Zwei MBO-Stränge, ein Ziel: Berufsorientierung und Selbstwirksamkeit

Unser Modul für berufliche Orientierung (MBO) vereint zwei Ansätze:

Betriebspraktikum: einwöchige Einblicke in die Arbeitswelt – von Adidas in Herzogenaurach über das Rote Kreuz bis hin zu handwerklichen Berufen wie Geigenbauer oder Forschungsprojekten, wie am Institut für Nanotechnologie und Mikroskopie im Medical Valley Center.

17-Ziele-Praktikum: Hier steht Selbstwirksamkeit in der Lebensrealität der Jugendlichen im Fokus: Wie können Schülerinnen ihre Lebensrealität aktiv gestalten? Wie kann ich Mitstreitende für eine Idee gewinnen? Welche Stakeholder muss ich bei der Realisierung mit ins Boot nehmen? Auf diese Fragen gilt es im selbst gebildeten Team bei der Realisierung von Ideen Antworten zu finden.

 

Abschlussveranstaltung im März: Vielfalt und Auszeichnungen

Bei der feierlichen Veranstaltung berichteten Schülerinnen von der Vielfalt ihrer Betriebspraktika. Zu folgenden Praktikumsstellen durften wir etwas mehr erfahren:

Jakob Sperber, 9e: Musikhaus Thomann 

Amy Williams, 9b: Adidas Laces

Levi Fischer, 9b: Bayerisches Rotes Kreuz

Aaron Kurscheidt, 9a: Holzbau Friedrich GmbH

Mareike Jung, 9d: ETA Hofmann Theater

Kaan Atli, 9e : Bundespolizei

Lisa Nachtrab, 9b: INAM

Tim Stiefler, 9d: TÜV Süd

Hannes Blüml, 9d: Flughafen Nürnberg

An dieser Stelle sei allen Betrieben und Organisationen, die unseren Schülerinnen und Schülern immer wieder die Türen öffnen, herzlich gedankt.

 

Im Anschluss an die Praktikumsberichte folgte die Prämierung der 17-Ziele-Projekte. Da sich die Jury in diesem Jahr nicht für ein eindeutiges Ranking unter den bestplatzierten Teams entscheiden konnte, gab es zwei zweite und zwei erste Plätze.

Auf den zweiten Platz schafften es bei den Pitches:

• Das Uganda-Team mit Levi Fischer, Aras Basal, Anton Kreisler und Robin Frank für seine Kooperation mit dem Sosolya Undugu Familie e.V.

• Das Team Werte-Workshop mit Jasmin Lottar, Helena Förster, Greta Schinkmann, Mia Singer und Juliane Schür für seine Kooperation mit dem Werteteam des EGF und die erfolgreiche Durchführung eines Workshops in den 5. Klassen.

 

Urkunden für den ersten Platz wurden überreicht an:

• Das Team Lernhilfe CORA CTA mit Vinzenz Stöhr, Felix Lang, Luck Luo, Timo Gerndt und Leo Wolf für die Programmierung einer KI-gestützten Mathe-Lernplattform.

• Das Team von Yelyzaveta Horbatenko und Bieata Striuk für ihren Antidiskriminierungsworkshop, der in der 6. Jahrgangsstufe erprobt werden konnte.

 

Earth Day im April: Wenn Ideen Wirklichkeit werden

Doch der März war für manches Team erst der Anfang! Im Rahmen des städtischen Programms zum Earth Day in Forchheim zeigten unsere Teams am Montag, den 27.4.2026, wie Nachhaltigkeit und Engagement konkret aussehen können:

• Das Uganda-Team organisierte einen Pausenverkauf und Spendenlauf für ein Kinder- und Jugendprojekt in Kampala. Besonders spannend: Im Juli werden einige der ugandischen Jugendlichen im Rahmen der Afrikakulturtage nach Forchheim kommen! Möglich wird diese Begegnung durch den Sosolya e.V., den das Uganda-Team mit dem Erlös aus Kuchenverkauf und Spendenlauf in seiner Arbeit unterstützen möchte. Durch vereinte Kraft und mit einem tollen Organisationsteam gelang es unter der Führung von Levi Fischer und Aras Basal 1500 € an Spendengeldern zusammenzutragen. Das ist eine Leistung, auf die der gesamte mitwirkende Jahrgang wirklich stolz sein kann.

• Die Zukunftswerkstatt präsentierte zeitgleich eine Ausstellung zu Fairtrade, denn wir wollen Fair Trade-Schule werden. Wenn unsere Freude aus Kampala im Juli am EGF einen Workshop zum Thema Klimagerechtigkeit abhalten werden, wird der faire Handel sicher auch ein Thema sein.

• Eine weitere Gruppe sammelte Sommerkleidung für das Kreislaufkaufhaus.

 

Fazit: Ein gelungenes Jahr – mit Wirkung über den Schulhof hinaus

Von der ersten Idee bis zur Umsetzung: Das MBO-Projekt zeigt, wie Schülerinnen Berufserfahrung sammeln und gleichzeitig gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Die Projekte wirken nach – nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch in der Stadt und nun hoffentlich sogar international.

 

Dr. Katrin Wölfel – Andrea Hecking – Markus Feihl