Gemeinsam mit unserem Kursleiter Herrn Nowak und Frau Stohr-Leopold, die uns dankenswerterweise spontan begleitete, begann am Sonntag, den 21.06., unsere P-Seminar-Exkursion mit der Zugfahrt in die einst mächtige Römerstadt Trier, deren antike Wurzeln wir in den kommenden drei Tagen erkunden wollten. Nach der Ankunft ließen wir den ersten Abend mit einem gemeinsamen Abendessen ruhig ausklingen. Für den Montag hatten wir eine Führung durch die römischen Kaiserthermen gebucht, deren riesige Anlage uns beeindruckte. Vor allem faszinierten uns die weit verzweigten unterirdischen Gänge und Gewölbe. Anschließend besichtigten wir die monumentale Konstantin-Basilika sowie das weltberühmte Stadttor Porta Nigra. Als gelungener architektonischer Kontrast dazu erschien uns danach der im Rokoko-Stil erbaute Kurfürstliche Palais, dessen weitläufiger Palastgarten zum Verweilen einlud. Den Abend verbrachten wir schließlich beim gemeinsamen Fußballschauen, um beim Match zwischen Österreich und Argentinien (Messi!) mitzufiebern, was einen perfekten Ausgleich nach dem doch recht anstrengenden Kulturprogramm zu Fuß bildete. Der Dienstag startete mit einem Stadtspaziergang, bevor um 14:00 Uhr eine Führung im Rheinischen Landesmuseum auf dem Programm stand. Dort konnten wir unter anderem den wertvollen Trierer Römerschatz aus puren Goldmünzen aus nächster Nähe betrachten. Nach einer anschließenden Freizeitphase, die wir bis 19:00 Uhr individuell in der Stadt nutzen durften, folgte das nächste große Highlight des Tages: Eine abendliche Tour führte uns in unterirdische frühchristliche bzw. spätantike Grabanlagen Triers, was sich als ein wirklich unvergessliches Erlebnis herausstellte, da wir dabei buchstäblich „über Leichen gingen“. Am Mittwochmorgen hatten wir eine exklusive Erlebnis-Führung durch das römische Amphitheater, wobei uns der Gladiator Valerius seinen Werdegang vom Sklaven zum Gladiator eindrucksvoll darstellte. Mit unserem Ausflug nach Luxemburg bildete das Nachmittagsprogramm einen starken Kontrast zur antiken Geschichte, indem wir vor Ort die Institutionen der EU (Parlament und EuGH) näher erkundeten. Jedoch besichtigten wir nicht nur das moderne Europaparlament, sondern lernten auch die verschiedenen Facetten der Altstadt kennen, die uns allen sofort durch ihr außergewöhnlich sauberes Stadtbild und die besondere, internationale Atmosphäre positiv auffiel. Am späten Nachmittag traten wir schließlich – einigermaßen durchgeschwitzt (42° in der Innenstadt!) – die Rückfahrt nach Trier an. Unsere Reise endete am Donnerstag mit der Rückfahrt nach Forchheim, bei der sogar die Deutsche Bahn gut mitgespielt hat. Rückblickend lässt sich ein durchwegs positives Fazit ziehen: Die Unterkunft erfüllte all unsere Erwartungen und bot die perfekte Basis für unsere Exkursionen („dickes Plus“: Klimaanlage!). Obwohl es die ganze Zeit über sehr warm war, war die gesamte Fahrt eine wirklich gelungene Abwechslung zum normalen Schulalltag. Wir haben nicht nur viel über die Antike gelernt, sondern hatten als P-Seminar auch eine tolle Zeit zusammen, an die wir uns sicher noch sehr lange erinnern werden.
P-Seminar Latein
Raffael Hawranek, Shreyas Darbhe Ganesha, Samuel Geiling (alle 11b), Jannik Müller (11c), Celine Seese (11d), Roland Nowak





